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Neuigkeiten, Wissenswertes, Angebote, Tipps & Tricks

 

Herzlich Willkommen im Zambomba Blog!

An dieser Stelle möchten wir Euch und Ihnen Anleitungen und Ideen, Tipps und Tricks rund um unser Sortiment bereitstellen. Dazu gehören Informationen und Wissenswertes zu den Themen Musikinstrumente und Spielzeug ebenso wie auch mal eine Bastelanleitung. Aber auch Neuigkeiten im Ladengeschäft, Aktionen und Hinweise zu unseren Sonderangeboten findet Ihr hier.

 

 


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Die Blockflöte - Wissenswertes zu Kauf und Gebrauch II

 

Die Blockflöte - Wissenswertes zu Kauf und Gebrauch II -

Einspielen und Pflege einer Blockflöte

 

Anders als Kunststoff-Flöten oder Blockflöten mit Kunststoffkopf müssen Holzblockflöten vor dem ständigen Gebrauch erst einmal an die regelmäßige Belastung durch Atemfeuchtigkeit und Wärme gewöhnt werden.

 

Da eine neue Blockflöte sehr schnell Feuchtigkeit aufnimmt, kann das Holz, wenn man sie nicht in den ersten Wochen behutsam „einspielt“, aufquellen und die Flöte unbrauchbar werden.

Holz ist ein natürlicher Werkstoff und sehr empfindlich; er muss daher immer gut gepflegt werden.

 

Dabei sollte man folgendermaßen verfahren:

Spielen Sie Ihre Holz-Blockflöte in den ersten Wochen täglich kurz an, aber nicht zu lange. Beginnen Sie mit ca. 5 Minuten täglich in der ersten Woche und steigern Sie die Spielzeit in den ersten 4 Wochen von Woche zu Woche jeweils auf ca. 10 Minuten, dann 15 bis schließlich 30 Minuten.

Erwärmen Sie Ihre Holzblockflöte vor dem Spielen stets auf Körpertemperatur. Dann nimmt sie beim Spielen wesentlich weniger Kondenswasser auf als eine kalte Flöte und wird nicht so schnell „heiser“.

Das Instrument muss langsam an Feuchtigkeit und Wärme gewöhnt werden, sowie an den Blasdruck, der beim Spielen entsteht. Spielen Sie daher zunächst nur Töne der tieferen Lagen und erweitern Sie nach und nach den Tonumfang nach oben. Halten Sie die Töne längere Zeit und spielen Sie langsame Tonläufe, damit Sie die Klangeigenschaften Ihrer Flöte kennen lernen können. Verändert sich der Klang des Instruments beim Spielen (z.B. Quietschen), beenden Sie das Flötenspiel und legen die Flöte beiseite.

Lassen Sie Ihre Blockflöte nach dem Spielen immer gut austrocknen. Wischen Sie die Flöte mit einem fusselfreien Tuch (den Sie am Wischerstab befestigen) aus und lassen Sie sie anschließend offen liegen, bis sie vollständig getrocknet ist. Erst dann können Sie sie im Etui verstauen oder erneut anspielen.

Achten Sie darauf, dass Sie beim Spielen sowie auch beim Reinigen das Labium der Flöte nicht berühren, da dieses besonders empfindlich ist und sich schnell verziehen kann. Dann wird die Flöte unbrauchbar.

 

Noch ein paar Pflegetipps:

Im Windkanal sammelt sich während des Flötenspiels leicht Wasser. Dann klingt die Flöte verstopft und es empfiehlt sich, sie auszublasen: Einfach kurz das Kopfstück abnehmen, die Bohrung (unterer Kopfstückteil) mit der Hand zuhalten und kurz ins Labium hineinblasen (dieses dabei nicht berühren, siehe oben!). So wird das Wasser wieder durch den Windkanal zurückgeleitet. Während man spielt ist es jedoch einfacher, das Wasser kurz zurückzuziehen, ohne das Kopfteil abzunehmen.

Legen Sie die Blockflöte niemals in die Nähe von Wärmequellen oder setzen diese zum Trocknen ein, da eine abrupte Veränderung der Feuchtigkeit oder Temperatur zu Rissbildung im Holz führen kann! Auch durch direkte Sonneneinstrahlung oder permanenten kalten Luftzug können Risse im Holz entstehen.

Fetten Sie bei Bedarf den Zapfenkork an den Verbindungsstellen der Flötenteile ganz leicht ein, um das Zusammenfügen zu erleichtern und achten Sie darauf, dass sich die Einzelteile (Kopf, Mittelteil, Fußteil) nie verkanten. Sie brauchen den Zapfenkork nicht regelmäßig zu fetten, im Gegenteil: zu häufiges Einfetten beschädigt den Kork.

Allerdings sollten Sie die Flöte nach dem Spielen immer auseinander nehmen, damit Holz und auch der Kork richtig trocknen können. So wird der Zapfenkork vom Druck entlastet und kommt wieder in Form.

 

Diese Pflegetipps stehen Ihnen auf den Produktseiten im Shop bei allen Holz-Blockflöten zum Download zur Verfügung.

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Die Blockflöte - Wissenswertes zu Kauf und Gebrauch I

 

Die Blockflöte - Wissenswertes zu Kauf und Gebrauch I -

Worauf muss ich beim Blockflötenkauf besonders achten?

 

Blockflöten gehören zweifelsohne zu den am besten geeigneten Musikinstrumenten für Einsteiger, insbesondere Kinder.

Aufgrund ihrer einfach zu erlernenden Spielweise helfen vor allem Sopran-Blockflöten seit vielen Generationen Grundschülern dabei, das Noten Lesen zu erlernen und erste musikalische Bildung zu vermitteln.

Da es heutzutage eine Vielzahl verschiedener Modelle an C-Sopran-Flöten gibt und auch viele Mißverständnisse z.B. in Bezug auf deren Klangqualität oder Materialbeschaffenheit, möchte ich heute einen kleinen Überblick geben über deren auffälligste Unterschiede und darüber, worauf Sie beim Kauf einer Blockflöte achten sollten.

 

Blockfloete-Profil

 

Holz oder Kunststoff?

Grundsätzlich hat Holz natürlich im Vergleich zu Kunststoff weitaus hochwertigere Klangcharakteristika. Der Rohstoff reagiert sensibel auf die Behandlung durch den Spieler und benötigt eine aufwändigere Pflege, weshalb der Umgang mit einer Holzblockflöte eine größere Gewissenhaftigkeit und Behutsamkeit voraussetzt. Holzflöten müssen außerdem vor dem Gebrauch eingespielt werden. Eine Anleitung zum Einspielen und zur Pflege können Sie auf den Produktseiten der Holzblockflöten in unserem Shop herunterladen.

BlockfloetenEs gibt heute aber auch zahlreiche gute bis sehr gute Blockflöten aus Kunststoff, die ebenfalls eine passable Klangqualität haben. Flöten aus Kunststoff sind sehr viel pflegeleichter als Holzblockflöten. Gerade bei jüngeren Kindern kann es daher sinnvoll sein, sich für eine Blockflöte aus Kunststoff oder eine mit einem Kopfstück aus Kunststoff und einem Fußstück bzw. Mittelrohr aus Holz zu entscheiden. Neben der Pflegeleichtigkeit kann dafür ein weiterer Grund sein, dass jüngere Kinder oft noch sehr viel Speichelfluss in den Windkanal der Blockflöte durchlassen, was das empfindliche Labium zu feucht bzw. nass werden lässt. Dann wird die Intonation einer Holzflöte unsauber und die anschließende Pflege noch schwieriger.


Besonders pflegeleicht sind die reinen Kunststoff-Blockflöten. Diese eignen sich daher besonders gut für das Musizieren im Schulunterricht und werden von Lehrern oft empfohlen. Hier gibt es allerdings erhebliche Qualitätsunterschiede, was sich natürlich auch oftmals im Preis niederschlägt. Für eine Blockflöte aus Kunststoff, die wirklich gute Klangergebnisse liefert, sollte man schon mit ca. 15,- Euro Unkosten rechnen. Es gibt natürlich weitaus kostengünstigere Modelle, bei denen man jedoch aufpassen sollte beim Zusammenspiel mit anderen Flöten, denn ihre Stimmung kann je nach Modell auch in sich schwanken. Das gilt aber nicht für alle Modelle und für den Hausgebrauch oder für die ersten kindlichen Gehversuche auf der Blockflöte gibt es durchaus brauchbare Modelle für 5,- Euro.

Allerdings ist es so, dass heute auch Holzflöten häufig z.B. aus Übersee (zumeist Südostasien) stammen und nicht mehr den handwerklichen Fertigungsstandards entsprechen wie noch vor einigen Jahren. Das führt dazu, dass immer öfter die Stimmung einer Blockflöte in sich ungenau ist, d.h. dass es bei diesen Flöten schwierig für den Flötisten wird, eine Oktave gleichmässig zu intonieren. Die Flöten sind somit ungenau gestimmt.

Ein Zusammenspiel in der Gruppe mit qualitativ unterschiedlichen Blockflöten-Marken kann daher leicht zu Frustrationen bei den Schülern führen, obwohl diese oft gar nichts für eine Mißstimmung zwischen den Flöten können.

 

Warum klingen Blockflöten oft so unterschiedlich?

Die Mißstimmung zwischen Flöten im Gruppenunterricht ist jedoch in der Regel nicht zurückzuführen auf qualitative Unterschiede bei den Blockflöten!

Es herrscht die landläufige Vorstellung, dass die Stimmung von Blockflöten immer gleich sein muss. Dies trifft ganzu und gar nicht zu, im Gegenteil: Es steht nirgends geschrieben, mit wieviel Hertz (Abk.: Hz = Schwingungen in der Sekunde) ein Kammerton a1 auf einer Sopranblockflöte schwingen sollte. Die Frequenz des Kammertons a1 kann bei der Instrumentenstimmung bis zu 7 Hz auseinanderliegen, variiert nämlich zwischen 438 und 445 Hz! Das ist eine ganze Menge und bedeutet, dass einige Flöten wesentlich tiefer als andere grundgestimmt sind. Die Standard-Grundstimmung der meisten Blockflöten allerdings beträgt 440 Hz. Wenn man aber mit diesen z.B. zu einem modern gestimmten oder auch elektrischen Klavier spielt, so klingt die Flöte deutlich tiefer. Das liegt daran, dass Klaviere heutzutage mit a1 = 443 bis 445 Hz gestimmt werden, also deutlich höher klingen.

Wer mit einem Klavier zusammen musizieren möchte, sollte also eine Blockflöte kaufen, die höher gestimmt ist. Dies ist z.B. bei Flöten der Firma Moeck der Fall, bei denen das a1 = 442 Hz. liegt. Spielt man mit einer solchen höher gestimmten Blockflöte im Zusammenspiel mit einer weiteren in Standardstimmung (a1 = 440 Hz), kann man das Kopfstück der Moeck-Flöte ein wenig herausziehen und so den Frequenzunterschied ausgleichen.

Auch aufgrund dieser Stimmungsunterschiede bei Blockflöten kann es sehr hilfreich sein, sich vor dem Blockflöten-Kauf darüber zu informieren, welche Blockflöte in der Musikschule oder Grundschule für den Unterricht verwendet wird bzw. welches Modell der Flötenlehrer empfiehlt.

 

Barocke oder deutsche Griffweise?

Blockfloete-GriffweiseMan unterscheidet heute zwei grundlegend unterschiedliche Bauarten bei Blockflöten: die barocke und die deutsche Griffweise. Die deutsche Griffweise gibt es seit den 1930er Jahren und sie geht zurück auf den deutschen Blockflötenbauer Peter Harlan. Die Griffweise ist sehr bequem, da man die C-Dur-Tonleiter einfach durch Öffnen der Grifflöcher nacheinander von unten nach oben spielen kann. So ist das Greifen der Tonleiter einfach und schnell erlernbar.

Bei der barocken und eigentlich ursprünglichen Griffweise hingegegen wird die C-Dur-Tonleiter gespielt, indem beim F (also auf dem 5. Loch von oben) die beiden untersten Löcher wieder geschlossen werden. Anschließend geht es weiter wie bei der deutschen Griffweise.

Auf den ersten Blick erscheint diese Griffweise schwieriger zu erlernen. Die barocke Griffweise eröffnet jedoch beim Spielen von Halbtönen spieltechnisch präzisere Möglichkeiten und wird daher von vielen Musiklehrern und Musikschülern bevorzugt.

 

Ein landläufiger Irrtum ist die Ansicht, die barocke und deutsche Griffweise unterschieden sich durch die Doppellöcher. Dies ist falsch: Doppellöcher gibt es in beiden Bauarten. Sie ermöglichen das leichtere und stimmreinere Greifen von Halbtönen im unteren Flötenbereich.

Man erkennt hingegen die Bauweise einer Blockflöte an der Größe des 4. und 5. Tonlochs von oben: Eine Sopranflöte mit barocker Griffweise hat  ein kleines Loch an 4. Position und ein großes an der 5. Die deutsche Griffweise erkennt man daran, dass das Loch an der 4. Position groß ist und das an der 5. klein (siehe Abbildung).

 

 

 

 

 

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Erste Lieder spielen nach bunten Noten

 

Erste Lieder spielen nach bunten Noten

Die Melodica - ein Klassiker unter den Kinder-Musikinstrumenten!

Wer seinem Kind ein wenig musikalische Bildung zukommen lassen möchte, wobei natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen soll, der kann ruhigen Gewissens zur Melodica greifen.

Eigens entwickelt für das Vor- und Grundschulalter, ab ca. 4 Jahre, handelt es sich bei diesem Musikinstrument um ein dem Akkordeon ähnliches, also durch Luftzufuhr betriebenes, mechanisches Instrument, das ausgestattet mit einer kindgerecht kleinen Tastatur den Kindern ermöglicht, erste Lieder zu spielen. Dabei können Kinder spielerisch die Zusammensetzung der Klaviertastatur kennenlernen. Natürlich braucht man dazu einen Lehrer oder eine Lehrerin oder zumindest jemanden, der/die dem Kind das Spiel darauf zeigt.

Das Schöne an einer Melodica, wie auch an deren Variante aus Markneukirchen, Triola, ist ihre kleine Größe, ihr geringes Gewicht sowie ihre Spieltechnik - es macht unheimlich Spaß, die Koordination zwischen pusten ins Mundstück bzw. den Anblasschlauch und Greifen der Tasten hinzubekommen... eine echte Herausforderung. Wenn es aber klappt - da hat noch jedes Kind gestrahlt!

Die Melodica wurde erfunden vor ca. 150 Jahren von Herrn Hohner, der manchem als Akkordeonbauer oder Mundharmonika-Hersteller bekannt sein dürfte! Das kommt nicht von ungefähr. Denn die "originalen" Hohner-Melodicas haben einen unverwechselbar guten Klang und sprechen einfach besser an (d.h. wenn man die Tasten drückt und zugleich in den Schlauch bläst, kommt sofort ein super Ton heraus...) als zum Beispiele billige Modelle made in China oder ähnliches....

Und dass Hohner-Melodicas so gut klingen, liegt natürlich daran, dass ihr Hersteller ihr Innenleben dem der berühmten Hohner-Akkordeons nachempfunden und die Melodicas ebenso hochwertig wie seine Akkordeone produziert.

 

Wie spiele und lerne ich auf der Melodica

Ich möchte hier eine Möglichkeit aufzeigen, wie man mit diesem Musikinstrument schon mit etwa 4 Jahren beginnen kann, Noten lesen zu lernen bzw. Lieder zu spielen ohne Notenkenntnisse.

Das Musizieren nach bunten Noten ist eine altbewährte Methode in der musikalischen Früherziehung bzw. Musikerziehung, also eigentlich auch nichts Neues für alle, die Erfahrung im Musik machen mit Kindern haben. Da gibt es seit jeher alle erdenklichen bunten Musikinstrumente, Triola, Glockenspiele bzw. Metallophone, Glocken-Sets, und selbst Xylophone aus Holz sind oft mit farbigen Klangplatten ausgestattet. Das ist einerseits ansprechend für Kinder, die Farben bekanntlich lieben. 

 

Andererseits dienen die bunten Klangplatten oder Tasten wie bei der Triola dazu, dass Kinder schon im Kita- und Vorschulalter ohne Notenkenntnisse erste Lieder auf dem Instrument selbst spielen lernen können - nach bunten Noten eben, die farbig auf die Klangplatten abgestimmt sind. 

 

Viele Hersteller bieten daher ergänzend zu ihrem Sortiment an Musikinstrumenten auch die entsprechende Literatur mit Liedern in bunten Noten an. Das ist sinnvoll - sicher. Dieses Metallophonbuch für kleine Musikanten zum Beispiel ist schön übersichtlich.

 

 

 

Die Triola beispielsweise hat schon Generationen von Kindern das Notenlesen spielerisch vermittelt. Sie ist für die kleineren ein Musikspielzeug und für alle, die mehr wollen, kann sie schon im zarten Alter von ca. 3 Jahren als echtes Musikinstrument zum Spielen von Liedern nach Noten - bunt, klar! - genutzt werden.  

 

Ihre Tasten sind farbig und groß genug für Grobmotoriker! Das Instrument selbst ist jedoch klein und handlich und leicht. Sie ist wie die Melodica eine Blas-Harmonika, die eben genau dafür gebaut wurde - für die Musikerziehung.

 

 

Kommen wir zum eigentlichen Kern dieses Beitrags: Den Vorteilen der guten alten Melodica. Diese hat von Hause aus keine bunten Tasten. Das liegt einfach daran, dass den Kindern der Schritt vom Spielzeug der Musik zum "richtigen" Musikinstrument - zum Beispiel dem Akkordeon oder dem Klavier - leichter fallen soll! Sie sieht nämlich schon ziemlich so aus wie ein solches Tastenistrument:

 

Und dennoch, um die Kinder vorsichtig an das Spiel eines Tasteninstruments heranzuführen, hat sich auch Hohner, die das Instrument erfunden haben, diese altbewährte Methode der bunten Noten zu eigen gemacht, aber mit dem Unterschied, dass hier einfach nur bunte Punkte auf die Tastatur (zunächst von c bis c, also eine Oktave in C-Dur) geklebt werden - dabei werden anfangs noch die schwarzen Tasten ausgespart. 

 

Dann gibt z.B. auf der Webseite der Firma Hohner (www.hohner.de) zahlreiche Lieder mit farbigen Noten zum Herunterladen. In unserem Shop erhält man beim Kauf einer Hohner Melodica natürlich die entsprechenden Farbpunkte gratis dazu - plus eine kleine Liedbeilage mit bunten Noten für die ersten Lieder.

 

Dann kann es losgehen und man spielt einfach die Noten nach Farben und nähert sich so dem Notenlesen immer mehr an, indem man eben noch nicht die Tonhöhen lernt, sondern z.B. erstmal den Rhythmus der Noten kennenlernt, also die Längen der einzelnen Töne lesen und spielen lernt. Später kann man beginnen, den Farben einen bestimmten Ton verbal zuzuordnen, so dass nach und nach auch die Farbigkeit der Noten nicht mehr nötig ist. Dann können auch die Klebepunkte entfernt werden und das Kind hat ein vollwertiges Tasteninstrument, das wiederum später 1:1 auf die Klaviertastatur übertragen werden kann - klar, diese ist größer, aber zwei Oktaven hat man schon im Überblick und das reicht für die Vorschulzeit und erste Grundschulzeit vollkommen aus. Wir möchten die Kids ja nicht überfordern!

 

Ich persönlich halte diese Vorgehensweise für sehr vorteilhaft, da den Kindern hier eben schon von vornherein vermittelt wird, dass es sich hierbei um "richtige" Instrumente handelt und nicht um Spielwaren - auch wenn letztlich das Gleiche zunächst damit gemacht wird... So wird auch die Angst bzw. der Respekt vor dem ungewohnten großen Tasteninstrument, Keyboard, Klavier, genommen und das Kind hat später wahrscheinlich weniger Berührungsängste. 

 

Viel Spaß beim Musik machen mit Ihren Kindern!

 

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Die Ukulele als Musikinstrument für Kinder

 

Die Ukulele als Musikinstrument für Kinder

Viele Eltern erwägen schon früh den Kauf einer Kinder-Gitarre, oft schon für ein Kind im Alter zwischen 2 und 4 Jahren. Das liegt sicher auch daran, dass die Gitarre eben eines der am häufigsten aufkommenden Musikinstrumente in der heutigen Pop- und Rockmusik ist. Auch Kinderlieder werden auf vielen Aufnahmen von Gitarren begleitet. 

Natürlich spielen auch häufig die Eltern selbst Gitarre - einer der besten Wege, ein Kind neuigierig auf ein Instrument zu machen!

 

Das alles wissen auch Spielzeughersteller. Und stellen fleissig "Gitarren für Kinder" her - von kleiner Größe und bunt aufgemacht, meist mit Stahlsaiten. Das einzige, was diese sog. "Musikinstrumente" aber mit einer tatsächlichen Gitarre zu tun haben, ist ihr Aussehen. Siehe der Blogbeitrag zum Thema Gitarren.

Das Resultat ist, dass Kinder darauf herumschrammen und es klingt zum Weglaufen - nicht nur für Eltern. Denn leider schulen diese Instrumente nicht etwa den musikalischen Feinsinn bzw. das Gehör. Im Gegenteil, sie schaden diesem.

 

Zunächst einmal muss man sagen: Eine echte Gitarre in einer Größe für 2-4jährige zu bekommen, ist ein schwieriges Unterfangen. Das wäre ein 1/8 Größe, die nur selten angeboten wird. Das liegt vor allem auch daran, dass man in diesem Alter überhaupt noch gar kein Instrument dieses Typs lernen kann - denn es erfordert bekanntlich einiges an Vorkenntnissen und Geschick, um die Griffe überhaupt zu meistern... man muss üben.

 

Hier kommt die Ukulele ins Spiel!

Eine Ukulele ist ein richtiges, eigenständiges Musikinstrument. Es gibt sie in verschiedenen Größen, also Typen und Stimmungen. Die sog. Sopran-Ukulele ist die allerkleinste und in ihrer Größe ungefähr vergleichbar mit einer 1/8 Kindergitarre oder mit den oben erwähnten Spielzeuggitarren.

Ukulele-01

Der Unterschied: Es ist ein kein Spielzeug und es hat im Gegensatz zur Gitarre nur 4 statt 6 Saiten und diese sind von Hause aus aus Kunststoff - ein echter Vorteil für kleine Finger, denn sie lassen sich viel leichter greifen und drücken und schneiden nicht in die zarten Kinderhände ein. Ein weitere unschlagbarer Vorteil: Sie lassen sich leichter stimmen als eine Gitarre und die Stimmung ist von Hause aus eine sog. "offene", d.h. ohne einen einzigen Griff auf dem Hals zu greifen, kann man bereits einen harmonischen Klang dem Insturment entlocken - ein Vorteil für elterliche Ohren und zugleich ein größerer Spaß für die Kinder, der motivierender wirkt als man denkt... 

Ab ca. 4-5 Jahre kann man im Prinzip - wenn man wirklich möchte - auch loslegen und die ersten Griffe lernen, die sind wirklich nicht schwer. 

Später ist übrigens der Übergang zur Gitarre ebenfalls ein Kinderspiel - denn das Prinzip eines Saiteninstruments ist bereits erlernt. Später, das heisst, man kann ab ca. 6 anfangen mit dem Gitarre lernen, wenn man es eilig hat, man kann und darf aber auch durchaus noch ein paar Jahre abwarten.

Eine echte Ukulele kann man im Musikfachhandel, so wie z.B. hier im Shop, kaufen. Sicher gibt es auch Ukulelen im Spielwarenhandel, jedoch muss man da aufpassen, denn sie sind meist ebenso unstimmbar wie die oben beschriebenen "Kinder-Gitarren". Bei uns im Shop gibt es sie in zahlreichen Varianten - hier klicken, um zu den Ukulelen zu kommen.

 

Wer als Elternteil ein gutes Vorbild sein möchte, kann zunächst selbst das Ukulelenspiel üben, bzw. erst einmal lernen, wie man das Musikinstrument stimmt - kinderleicht übrigens!

Die einfache Grifftabelle mit kurzer Anleitung zum Stimmen ist hier beigefügt - mit der rechten Maustaste kann diese auch heruntergeladen werden.

Viel Spaß beim Üben!

 

 

 

 

 

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Kindergitarre oder Spielzeug-Gitarre? Ein kleiner Exkurs.

 

Kindergitarre oder Spielzeug-Gitarre? Ein kleiner Exkurs.

Mein erster Beitrag hier im Blog führt mich direkt zu einer Herzensangelegenheit: Ihr dreijähriges Kind wünscht sich eine Gitarre.

Sie gehen in einen Spielwarenladen und erhalten dort etwas aus Holz, das aussieht wie eine Gitarre, so richtig mit Saiten usw. Toll, da wird sich Ihr kleiner Rocker zu Hause aber freuen, oder?

Nun - wer schon einmal eine Spielzeuggitarre im Spielwarenhandel gekauft hat, möge jetzt vielleicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Man kann in dem Fall nur hoffen, dass sie ein echtes Schnäppchen war. Falls nicht, ist der Ärger hinterher meist um so größer. Zumindest für diejenigen unter Ihnen, denen neben der Optik auch der Klang einer Gitarre wichtig ist...  Denn wer - auch als 3jähriger - einer Gitarre so etwas wie echte Töne entlocken möchte, muss die Saiten bisweilen nachstimmen. 

Bei handelsüblichen Spielzeug-Gitarrren jedoch ist es kaum möglich, die Saiten der Gitarre richtig zu stimmen, denn es handelt sich erst gar nicht um echte Gitarrensaiten... Einen Klang im Sinne von Harmonie diesen Drahtseilen zu entlocken, ist umso unmöglicher. Bestenfalls ein - oftmals unerträglicher - Geräuschpegel lässt sich damit herstellen.

 

Musikinstrument oder Geräuschemacher?

Die weit verbreitete Idee, ein Kinder-Musikistrument bräuchte kein richtiges Instrument zu sein, sondern da genüge es, wenn es möglichst preiswert aus irgendeinem Hartholz zusammengezimmert ist und meist auch noch dazu mit Stahlsaiten ausgestattet, nun, diese Idee ist leider ein Irrglaube. Gitarren für Kinder müssen natürlich keine Profi-Instrumente sein. Aber sie sollten doch zumindest stimm- und spielbar sein. Auch für Kinder, die eben noch nicht Gitarre spielen können. - Um es lernen zu wollen, sollte jedoch ein brauchbarer Sound herauskommen und sie nicht abschrecken. Das tun aber Spielzeug-Instrumente durch die Bank, denn sie sind für die Ohren nicht nur der Kinder, sondern auch der Eltern, eine Zumutung. So macht es einfach keinen Spass und es wird vor allem auch nicht besser durch üben, da es einfach immer verzerrter Krach ist, der herauskommt. Was die oben genannten Stahlsaiten betrifft: die sind übrigens besonders schwer anzuspielen und können ausserdem die zarten kleinen Hände regelrecht verletzen...

Wer glaubt, Kinderohren bräuchten keine guten Klänge, da sie "den Unterschied sowieso nicht verstehen" - der irrt gewaltig: Gerade Kinder hören meist sehr gut und haben ein ausserordentlich musikalisches Empfinden, das uns Erwachsenen oft später abhanden kommt, wenn wir uns eben nicht für Harmonien und schöne Töne interessieren...

 

 

Hier kommen noch ein paar Tipps, worauf Sie beim Gitarrenkauf achten sollten:

Zunächst einmal, einem Dreijährigen würde ich keine Gitarre kaufen, sondern vielleicht lieber eine echte Ukulele - kein Spielzeug! Ukulelen sind kleiner und handlicher und sie haben Kunststoffsaiten. Sie haben eine sog. "offene" Stimmung, so dass schon ein harmonischer Klang entsteht, wenn sie ohne Vorkenntnisse und ohne einen Akkord zu greifen angeschlagen wird. Hierzu gibt es auch einen eigenen Beitrag...

Ab ca. 5 Jahre kann man auch schon eine Gitarre zumuten, wenn der Nachwuchs wirklich ein Saiteninstrument lernen möchte. Da gibt es extra Kindergitarren in der Größe 1/4 oder 1/2, d.h. sie sind kleiner und für Kinder einfach komfortabler. Diese können bis etwa 8 oder 9 Jahre problemlos gespielt werden, bevor es heisst, eine neue muss her. Dann wäre eine Gitarre in 3/4-Größe gut, die ab ca. 9 Jahre bis etwa 14 Jahre geeignet ist. Grundsätzlich muss man natürlich im Fachhandel nachfragen, denn es ist sehr wichtig, dass die Gitarre nicht zu groß ist, dann ist das Lernen auch nicht so schwer. Die ideale Gitarrengröße hängt von der Körpergröße ab und viele Jungs können auch schon früher eine 7/8 Gitarre spielen. Sogar für einige Erwachsene eignet sich letztere und macht das Spielen einfacher und bequemer... eben je nachdem wie groß oder klein gewachsen man ist.

 

Sehr wichtig ist die Wahl des richtigen Holzes für den Korpus. Wenn man ernsthaft spielen möchte, also mit Lehrer und dem ganzen Programm, sollte man schon eine mit Decke aus Fichtenholz nehmen. (Es soll Gitarrenlehrer geben, die Schüler mit einer Lindenholz-Gitarre wieder nach Hause schicken.... aber das ist wohl ein Gerücht.) Trotzdem bringt Fichtenholz eben die nötige Härte und zugleich Nachgiebigkeit mit, die es braucht um sich nicht permanent zu verziehen und überhaupt gut stimmbar zu sein. 

Jedoch - auch viele Gitarren mit einer Decke aus anderen Holzarten, die durchaus günstiger sind, taugen durchaus etwas! Man kann also für die ersten Schritte auf der Gitarre durchaus eine solche preiswertere Variante kaufen, besonders im Grundschulalter, wenn das Instrument ohnehin noch nicht so pfleglich behandelt wird wie in etwas reiferem Jugendalter. Außerdem - Sie werden, sollte Ihr Kind dabei bleiben wollen, ohnehin in ein paar Jahren eine neue, größere kaufen. Die Vorteile einer Fichtendecke kommen ohnehin erst so richtig zur Geltung, wenn man regelmässig und über einen längeren Zeitraum auf dem Instrument spielt.

 

Noch ein Wort zum Üben: Lassen Sie Ihrem Kind Zeit - kein Gitarrenprofi wurde deshalb einer, weil er im frühen Kindesalter damit angefangen hat. Vor allem soll das Kind die Lust daran von selbst entwickeln. Mit 6 wird man generell noch nicht so viel üben wollen wie es braucht, um schnell Fortschritte zu machen. Deshalb erstmal ruhig angehen lassen. Und dann ist es auch mit einer zwar echten, aber preisgünstigen Gitarre (kostet 60,- bis 70,- Euro) auch getan - einige Griffe kann man auch ohne Lehrer lernen und dann schon ein paar Lieder selbst begleiten. Es gibt aber auch Gitarren-Literatur für Kinder, wo ohne Notenlesen die Griffe beigebracht werden - eine super Methode für kleine Anfänger und ihre Eltern...

 

Natürlich: Keine Gitarre stimmt sich von alleine - diese "Arbeit" wird Ihnen keiner abnehmen. Und zu Anfang verstimmt sich eine neue Gitarre immer wieder von selbst, das ist ganz normal, denn das Holz muss sich erstmal an die plötzliche Spannung der Saiten gewöhnen. Aber das gibt sich nach ein paar Wochen wieder, wenn man die Gitarre alle paar Tage mal nachstimmt. Wer kein Klavier oder anderes Instrument hat, um den Ton vorzugeben - es gibt inzwischen zahlreiche Apps für das Handy zum Stimmen oder man kauft einfach ein Stimmgerät.

 

Hier habe ich mal eine Anleitung zum Stimmen einer Gitarre bereitgestellt:

(Die Anleitung kann durch Anklicken mit der rechten Maustaste heruntergeladen werden.)

 

 

 

 

 

 

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